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Bakteriostatisches Wasser kaufen: Wofür, Haltbarkeit, Lagerung

Wer bakteriostatisches Wasser kaufen möchte, braucht es fast immer für einen Zweck: um lyophilisierte Peptide im Labor zu lösen. Bakteriostatisches Wasser ist steriles Wasser mit 0,9 % Benzylalkohol, der das Wachstum von Bakterien hemmt. Dadurch lässt sich ein Vial mehrfach anstechen, mit geringerem Kontaminationsrisiko als bei reinem Wasser. PureChems liefert bakteriostatisches Wasser im 10-ml-Glasvial mit sterilem Verschluss und Analysenzertifikat (COA) zu jeder Charge.

Was ist bakteriostatisches Wasser?

Bakteriostatisch bedeutet „bakterienhemmend“. Das Wasser tötet Keime nicht zwingend ab, verhindert aber, dass sie sich vermehren. Dafür sorgt ein kleiner Zusatz von Benzylalkohol als Konservierungsstoff. Im Englischen heißt es Bacteriostatic Water, in Foren und Shops liest man oft die Abkürzung „BAC Water“.

Das Wasser selbst ist steril, also frei von vermehrungsfähigen Keimen. Der Benzylalkohol sorgt dafür, dass das so bleibt, auch wenn Sie den Stopfen mehrmals durchstechen.

Wofür braucht man bakteriostatisches Wasser?

Die meisten Forschungspeptide werden als gefriergetrocknetes Pulver geliefert. In dieser Form sind sie lange stabil, lassen sich aber erst analysieren oder abmessen, wenn sie gelöst sind. Bakteriostatisches Wasser ist dafür das gängigste Allzweck-Lösungsmittel, weil es:

  • nahezu pH-neutral ist und sich mit vielen Peptiden verträgt,
  • wiederholte Entnahmen aus demselben Vial erlaubt,
  • die gelöste Probe über einen längeren Zeitraum nutzbar hält als reines steriles Wasser.

Wie Sie dabei konkret vorgehen, erklärt unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung Peptide mischen.

Warum gerade Benzylalkohol?

Benzylalkohol ist ein bewährter Konservierungsstoff für sterile Flüssigkeiten. In der geringen Konzentration hemmt er Bakterien, ohne die meisten Peptide zu beeinträchtigen. Reines steriles Wasser bietet diesen Schutz nicht: Sobald der Stopfen einmal durchstochen ist, können Keime eindringen und sich ungehindert vermehren.

Wie viel Lösungsmittel brauchen Sie?

Das hängt von der Konzentration ab, die Ihr Versuch braucht. Die Formel ist einfach: Konzentration gleich Peptidmenge geteilt durch Volumen. Mehr Wasser bedeutet eine verdünntere Lösung. Ein 10-ml-Vial reicht in der Regel für mehrere Peptid-Vials, je nachdem, wie viel Sie pro Vial zugeben.

Bakteriostatisches Wasser kaufen: Worauf kommt es an?

Wasser ist nicht gleich Wasser. Für Laborarbeiten zählen diese Punkte:

Sterilität und Verschluss

Das Wasser muss steril abgefüllt sein und in einem Gefäß mit Durchstechstopfen kommen. Unser bakteriostatisches Wasser steckt in einem 10-ml-Glasvial mit sterilem Verschluss.

Klare Angabe des Konservierungsstoffs

Auf dem Etikett sollte stehen, welcher Zusatz in welcher Konzentration enthalten ist. Bei PureChems sind es 0,9 % Benzylalkohol.

Nachweis zur Charge

Auch für Lösungsmittel gibt es bei uns ein Analysenzertifikat zu jeder Charge. So können Sie im Laborprotokoll festhalten, welches Lösungsmittel Sie verwendet haben, falls ein Ergebnis später auffällt.

Versand und Bezahlung

Wir versenden diskret und mit Sendungsverfolgung aus der EU. Bezahlen können Sie per Karte, mit Google Pay oder in Kryptowährung. Am einfachsten bestellen Sie das Lösungsmittel gleich zusammen mit den Peptiden.

Bakteriostatisches Wasser, Wasser für Injektionszwecke oder Kochsalzlösung?

Häufig wird gefragt, ob man statt bakteriostatischem Wasser auch etwas anderes nehmen kann. Die drei Flüssigkeiten unterscheiden sich deutlich:

FlüssigkeitZusammensetzungMehrfach entnehmbar?
Bakteriostatisches WasserSteriles Wasser mit BenzylalkoholJa, der Zusatz hemmt Keimwachstum
Wasser für InjektionszweckeSteriles Wasser ohne ZusatzNein, gedacht für die einmalige Verwendung
Isotonische Kochsalzlösung (NaCl)Sterile Salzlösung ohne KonservierungsstoffNein, und Salz kann die Löslichkeit mancher Peptide verändern

Welches Lösungsmittel für ein bestimmtes Peptid empfohlen wird, steht im Idealfall auf dem Analysenzertifikat oder in der Produktdokumentation. Diese Angabe hat immer Vorrang vor einer allgemeinen Regel.

Wann ist Essigsäure 0,6 % die bessere Wahl?

Manche Peptide lösen sich in neutralem Wasser schlecht. Das gilt besonders für „klebrige“ oder zur Verklumpung neigende Sequenzen. Hier hilft ein leicht saures Milieu. Verdünnte Essigsäure mit 0,6 % ist deshalb das zweite Standard-Lösungsmittel im Peptidlabor.

Studien aus der Formulierungsforschung stützen das: Für das Modellpeptid Bivalirudin wurde die höchste Stabilität in Lösung in einem leicht sauren Bereich gemessen. Bei einem anderen Protein ergab die Gefriertrocknung aus einem essigsäurehaltigen Puffer ein gut wasserlösliches Produkt, ein anderer Puffer dagegen nicht.

PureChems führt Essigsäure 0,6 % im 10-ml-Glasvial. Sie wird meist gezielt als Lösungshilfe eingesetzt, nicht als Standard.

MerkmalBakteriostatisches WasserEssigsäure 0,6 %
pH-WertNahezu neutralLeicht sauer
EinsatzAllzweck-LösungsmittelSchwer lösliche Peptide
Inhalt10 ml, mit 0,9 % Benzylalkohol10 ml, 0,6 % Essigsäure
Lagerung15 bis 25 °C15 bis 25 °C

Wie lange ist bakteriostatisches Wasser haltbar?

Für die Haltbarkeit sind zwei Zeitpunkte wichtig:

  • Ungeöffnet: Maßgeblich sind die Angaben auf Etikett und Chargendokumentation. Lagern Sie das Vial bis dahin bei Raumtemperatur.
  • Angebrochen: Der Benzylalkohol hemmt das Keimwachstum, ersetzt aber kein sauberes Arbeiten. Desinfizieren Sie den Stopfen vor jeder Entnahme, notieren Sie das Datum des ersten Anstechens und entsorgen Sie das Wasser, sobald es trüb wird oder Partikel enthält.

Wichtiger als die Haltbarkeit des Wassers ist meist die Haltbarkeit der fertigen Peptidlösung. Gelöste Peptide sind deutlich weniger stabil als das trockene Pulver. Bei den meisten Peptiden rechnet man im Kühlschrank mit Wochen, nicht mit Monaten.

Wie lagert man bakteriostatisches Wasser richtig?

  • Bei Raumtemperatur zwischen 15 und 25 °C aufbewahren.
  • Vor Verunreinigung schützen, den Stopfen nicht unnötig berühren.
  • Für jede Entnahme eine frische, sterile Kanüle verwenden.
  • Bereits gelöste Peptide dagegen kühl und dunkel lagern und in Portionen aufteilen, um wiederholtes Einfrieren und Auftauen zu vermeiden.

Welche Peptide werden mit bakteriostatischem Wasser gelöst?

Viele gängige Forschungspeptide, zum Beispiel BPC-157 oder TB-500, werden üblicherweise in bakteriostatischem Wasser gelöst. Auch andere lyophilisierte Substanzen wie NAD+ als Pulver brauchen ein Lösungsmittel. Prüfen Sie im Zweifel immer das COA des jeweiligen Produkts. Allgemeine Kriterien für den Peptidkauf finden Sie in Peptide kaufen in Deutschland.

Häufige Fragen zu bakteriostatischem Wasser

Was ist der Unterschied zwischen bakteriostatischem und sterilem Wasser?

Beide sind steril. Bakteriostatisches Wasser enthält zusätzlich Benzylalkohol, der das Keimwachstum nach dem Anbruch hemmt.

Kann ich Leitungswasser oder destilliertes Wasser nehmen?

Nein. Beide sind nicht steril und für die Arbeit mit Forschungspeptiden ungeeignet.

Wie viel Benzylalkohol enthält das Wasser von PureChems?

0,9 %.

Muss bakteriostatisches Wasser in den Kühlschrank?

Das ungeöffnete Vial lagern Sie bei 15 bis 25 °C. Die fertige Peptidlösung gehört dagegen in den Kühlschrank.

Wann brauche ich Essigsäure statt Wasser?

Wenn sich ein Peptid in neutralem Wasser nicht vollständig löst oder das COA ausdrücklich ein saures Lösungsmittel empfiehlt.

Was bedeutet „BAC Water“?

Die Abkürzung steht für Bacteriostatic Water, also bakteriostatisches Wasser. Gemeint ist dasselbe Produkt.

Wie viele Peptid-Vials kann ich mit 10 ml lösen?

Das hängt davon ab, wie viel Lösungsmittel Sie pro Vial zugeben. Je höher die gewünschte Konzentration, desto weniger Wasser brauchen Sie pro Vial.

Ist das Wasser für die Anwendung am Menschen gedacht?

Nein. Es ist ein Laborreagenz für die Forschung.

Zu den Produkten: Bakteriostatisches Wasser, 10 ml und Essigsäure 0,6 %, 10 ml

Nur für Forschungszwecke. Nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr bestimmt.

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